„Nicht mein Problem!“

Nachhaltig konsumieren ist eine schwierige Kiste…

Neuland - Zu viel ist nicht genug

„Nachhaltigkeit ist die Kunst der Reduktion und nicht die Kunst der veränderten Expansion“, meint der Ökonom Niko Paech. Soll heißen: eine echte Nachhaltigkeit ist nur im bewussten Verzicht von gelerntem Konsumverhalten möglich und nicht mit gewissensberuhigenden Einkäufen von Bio-und/oder Fairtrade-Produkten.

Pünktlich zur vorweihnachtlichen Fußgängerzonen-Panik, prallen Einkaufswägen und gehetzten Blicken in den Supermarkt-Kassenzonen hat das „7 Tage“-Team des NDR eine spannende Doku zum Thema Konsum und Konsumverzicht gedreht. „Neuland – Zu viel ist nicht genug“ heißt er und hinterfragt unser Konsumverhalten und dessen Folgen.

Kinderarbeit? Ist nicht mein Problem.

Der Film macht deutlich, wie schwierig es heutzutage ist wirklich bewusst zu konsumieren oder gelernte Konsummuster zu verändern.

Ich glaube dennoch, wenn jeder sich seiner Handlung mehr bewusst wird, lassen sich viele der angesprochenen Probleme lösen. Brauche ich tatsächlich eine neue Jeans, obwohl ich zehn weitere noch im Schrank habe? Muss ich mir wirklich einen Take-Away-Kaffee (mit Plastikdeckel) für den kurzen Weg von A nach B kaufen? Kann ich vielleicht die Strecke München-Hamburg lieber mit dem Zug fahren als den Flieger zu nehmen. Diese und ähnliche Handlungen hinterfrage ich schon länger bei mir selbst. Das bedeutet nicht, dass ich den absoluten Verzicht lebe. Ich bin mir auch nicht sicher, ob es in unserer heutigen Gesellschaft tatsächlich möglich ist komplett auf Konsumgüter- und Leistungen zu verzichten. Dazu bin ich zumindest zu westlich geprägt, als das ich nun den Gandhi machen könnte. Denn auch bei mir gewinnt häufiger mal der innere, bequeme Schweinehund und ich konsumiere etwas, was nicht nötig gewesen wäre. Oder ich konsumiere, ohne es selbst zu merken (Iphone-Ladekabel steckt, obwohl kein Handy geladen wird). Aber mit jedem neuen Gedanken zu diesem Thema, merke ich worauf ich  verzichten kann. Die oberen Fragen kann ich zumindest schon einmal mit nein, nein, ja beantworten. Und mit jedem neuen Tag kommen neue Situationen dazu, die ich nicht mit „Nicht mein Problem“ versuche zu beantworten.

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