Der geschlossene Kreislauf erlaubt keine Kritik von außen!

Im Rahmen der ersten Auflage von meinem „Face to Face“-Buch habe ich zum ersten mal intensiver über die Technologien wie dem Facebook Open Graph, den Facebook Algorithmus und ominöse Filterbubble nachgedacht. Damals überlegt ich noch, ob es wohl möglich ist, diese drei Entwicklungen so mit einander zu verknüpfen, dass sich Vorteile für das Marketing ergeben.

Doch schon in 2012 schwelte in mir eine „Unwohlsein“, ob damit nicht auch negative Auswirkung denkbar sind. Nach und nach zeigte sich, dass sich mit diesen Technologien eine Art geschlossener Informationskreislauf bildet, der einem User und seinem sozialen Umfeld Themen und Beiträge anzeigt, die ihm überraschend häufig und unmerklich meist irgendwie „gefallen“. Sprich, der User wird mit kritischen Meinungen und Kontras immer weniger konfrontiert und lebt in seiner eigenen Filterblase.

Das war damals. Heute lese ich den ZEIT-Artikel „Soll man mit der AfD reden?“ und stolpere über den Absatz: „Und weil die Algorithmen von Facebook und Google vor allem herausfiltern, was die Meinung der Nutzer bestätigt, kapselt sich diese Parallelgesellschaft ab und wird immun gegen Einwände“.

12606966_10153564980218227_1324879307_n-2

Die ZEIT Titelseite (Print Nr. 5/2016)

Leider scheint sich die Befürchtung von damals bestätigt zu haben.

Diese Entwicklung wirkt natürlich prompt neue Fragen auf. Allen voran: Wie erreicht man künftig Menschen im Netz, die nicht der gleichen Meinung sind, wenn doch der geschlossene Informationskreislauf jegliche „Einmischung“ rausfiltert?

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s